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STÄDTISCHER JUGENDCHOR / JUNGER CHOR ALSDORF
Leitung: Chordirektor ADC Günther Kerkhoffs
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Al Capone und Rodrigo Borgia, Foto von Kajetan Kubik

Inhaltsangabe

Zwei Menschen werden getötet: Johannes Täufer, ein hundertprozentig korrekter Büromensch, unauffällig, strebsam und schüchtern und Jonathan Diver, ein draufgängerischer Kleinkrimineller, Spieler und Macho.

Sie werden im Jenseits in Himmel und Hölle eingeteilt. Wider Erwarten landet Jonathan im Himmel und Johannes in der Hölle. Warum? Ein Computerfehler!

Während Johannes in der Hölle krampfhaft um seine Rechte kämpft, in das Chaos eine Struktur und ein Regelwerk zu bringen versucht, fühlt sich Jonathan im Himmel zunächst recht wohl.

Dies hängt wohl auch mit Angelina, der Oberengelin zusammen, die zwar in seinen Augen etwas zu korrekt und auch etwas verkrampft scheint, ihn aber mit ihrer Schönheit und ihrem Gesang  direkt verzaubert.

Johannes trifft in der Hölle, während sich Jonathan im Himmel amüsiert, wie zu erwarten auf recht zwielichtige Gestalten: Jack the Ripper, Al Capone, Cleopatra, Nero, Rodrigo, Bubbi, Delilah und Klobürste Tim machen ihm das „Leben“ zur „Hölle“.

Cleopatra, Foto von Kajetan Kubik

Dies wäre jedoch noch zu ertragen, wenn da nicht die Höllenvorsteherin Mephista wäre. Sie treibt ihre merkwürdigen Spielchen mit allem und jedem in der Hölle und ist an Brutalität nicht zu übertreffen. Anscheinend hat sie sich zur Aufgabe gemacht, den Höllenbewohnern ihren Aufenthalt zur unendlichen Qual zu machen und treibt sie zur permanenten Arbeit, ja eher Qual ohne Grenzen an. Warum?

Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass Himmel und Hölle untrennbar miteinander verbunden sind. Im Himmel, im Paradies, wo sich alle Menschen unentwegt vergnügen dürfen, mit Golf, Kartenspiel, gutem Essen und Trinken, Tennis, Aerobic, Schwimmen und Ähnlichem, laufen die Kühlschränke, Klimaanlagen und CD-Player nämlich nur, weil in der Hölle unentwegt geschuftet wird. Die Hölle produziert also den Strom für den Himmel. Was passiert also, wenn in der Hölle Pause gemacht wird? Richtig, das Luxusleben im Himmel wird gestört!

Somit ist Mephistas Aufgabe, die Hölleninsassen permanent anzutreiben, mit welcher Methode auch immer. Diese Aufgabe hat sie sich allerdings nicht selber auferlegt. Nein, sie kommt von der Dreifaltigkeit höchst persönlich. Vater, Sohn … beobachten permanent das Geschehen auf der Erde, im Himmel und der Hölle. Sie sind für die Einteilung nach dem Tod auf Erden in Himmel und Hölle zuständig. Das hat bisher auch immer gut geklappt.

Lucrezia Borgia, Foto von Kajetan Kubik

Nun schließt sich der Kreis, da Klobürste Tim keine Lust mehr hat unentwegt im Elend zu schuften und unter Mephistas Folter zu leiden, hat er des Sohns Computer gehackt und Jonathan und Johannes in die falschen Bereiche geschickt. Da alle Daten identisch waren, ist die Verwechslung zunächst nicht aufgefallen. Tim wollte provozieren, dass alles mal so richtig aus dem Ruder läuft.

Wie erwartet bricht Chaos aus:
Johannes bringt Ordnung in die Hölle, was so gar nicht nach den Vorstellungen der Dreifaltigkeit ist, und Jonathan bringt Chaos in den Himmel, sehr zur Freude von den Himmelsbewohnern Da Vinci, Walter von der Vogelweide, Lucretia, Jeanne d`Arc, Sokrates, Casanova, Albert Schweizer und Miss Propper, die somit aus ihrer ewigen perfekten Harmonie und daraus folgenden Langeweile aufgerüttelt werden.

Lucrezia Borgia, Albert Schweitzer und Miss Propper, Foto von Kajetan Kubik

Johannes durchlebt eine riesige Verwandlung, vom kleinen Büroangestellten zum starken, selbstbewussten Anführer in der Hölle. Mephista, gar nicht der Typ Frau, der sich normalerweise in Männer verliebt, findet dennoch Gefallen an seiner starken Seite.

Angelina, zunächst von Jonathans rüpelhafter, grober Art erschüttert, fühlt sich im Himmel selber gelangweilt und biegt sich Jonathan als gar nicht so unerträglichen Menschen zusammen. Dabei lässt sie sich sogar ein wenig von seiner unbeschwerten Art anstecken.

Himmel und Hölle stehen Kopf und die Grenzen verschwimmen immer mehr miteinander!

Gott und Sohn, Foto von Kajetan Kubik

Vater und Sohn verstehen die Welt, Himmel und Hölle nicht mehr und greifen ein.  Sie lassen die Verantwortlichen zu sich kommen und weisen Angelina und Mephista an, ihre beiden Bereiche wieder in Ordnung zu bringen, da ihnen sonst das Exil drohe!

Mephista und Angelina, von ihren eigen Gefühlen jedoch aus der Bahn geworfen, können die bereits laufende Revolution nicht mehr aufhalten, so dass der Vater sich genötigt fühlt selber aktiv einzugreifen.

Jonathan und Johannes werden zurück zur Erde geschickt, um den Verwechslungsfehler und das damit einhergehende Chaos ungeschehen zu machen.

Angelina und ihre Himmelsbewohner sowie Mephista und Ihre Holleninsassen sind über diesen Verlust völlig verzweifelt. Soll nun alles wieder so werden, wie es war?

Rodrigo Borgia und Kaiser Nero, Foto von Kajetan Kubik

Mephista kommt auf die alles entscheidende und sich endgültig widersetzende Idee: Tim soll helfen. Tim hackt erneut den  Computer der Dreifaltigkeit, und Jonathan und Johannes werden zurückgeholt.

Das Stück endet mit der Revolution gegen die Obrigkeit. Himmel und Hölle verbünden sich, Mephista, Angelina, Jonathan und Johannes kämpfen Seite an Seite für bessere Bedingungen in  Himmel und Hölle.

Lucrezia Borgia, Miss Propper und Jeanne d'Arc, Foto von Kajetan Kubik

Das Musical verbindet sowohl die Themenbereiche der Moral, der Normen und Werte, der Identitätsentwicklung, der Entwicklung des Selbstbewusstseins und  der Resozialisation. Auch die Thematisierung  von Liebe, Zusammenhalt, Stärken und Schwächen dürfen in einem Musical nicht fehlen.
Daher ist „Paradise of Pain“ zeitlos aktuell und vermittelt eher unaufdringlich die Botschaft:

Stehe auf für Deine Rechte und kämpfe! Wachse über Dich hinaus und Du kannst alles erreichen!

Haltet zusammen und ihr werdet nie alleine sein!

Alle diese Themeninhalte machen das Musical neben einer Vielzahl von interessanten Rollen, einem guten roten Faden und großartiger Musik besonders für Jugendliche und Erwachsene interessant.

Jeder Besucher findet einige seiner Schwächen und Stärken in irgendeiner Rolle und/ oder Szene wieder und geht mit dem guten Gefühl nach Hause: „Kein Mensch war böse nur, nur gut. Im Paradies darf verweilen, wer Gutes mehr als Böses tut.“

alle Fotos der Proben auf dieser Seite von Kajetan Kubik

© 2012 – 2017; Freudeskreis zur Förderung des Städtischen Chores Alsdorf und seines Orchesters e.V.